Montag, 28. Juli 2008

What's up?

Also die Post ist nichts mehr für mich. Oder vielleicht ist einfach zur Zeit nichts was für mich. Ich kann nicht sagen, dass ich unbedingt wieder nach Schweden zurück will, aber mein Leben ist total aus den Fugen geraten. Ich habe noch immer nicht alles ausgepackt, mich noch nicht bei allen gemeldet, bei denen ich mich gerne gemeldet hätte.
Und dann eben das arbeiten. Wenn ich arbeite dann habe ich kein Leben mehr. Ich komme mittags nach Hause und habe dann nicht mal mehr die Kraft meinen Laptop anzuschließen oder das Telefon in die Hand zu nehmen. Ich bin total ausgepowert und mit meinem Job alles andere zufrieden. Wer weiß, vielleicht liegts auch eigentlich daran, dass ich nicht weiß wies nächstes Jahr weiter geht und alles was damit zusammen hängt. Ich bekomme von einigen netten Menschen per Post, Mail oder Facebook liebe Dinge geschickt und freue mich sehr darüber. Aber ich kann nicht zurückschreiben. Ich weiß nicht warum. Aber es geht nicht. Leider verstehen, dass einige nicht. Was ich wiederrum sehr gut verstehen kann. Verrückte Welt.
Ich komme im Moment mit allem 'komplizierten' einfach nicht zurecht. Das fängt schon damit an, wenn mir jemand nur suggeriert oder subtil vermittelt er oder sie hätte sich jetzt schon über eine Antwort gefreut, oder erwartet dass ich mich melde... Ich sehe da immer einen erhobenen moralischen Zeigefinger dahinter schweben und komme damit einfach nicht zurecht zur Zeit. Ich hoffe meine Reaktionen normalisieren sich wieder. Irgendwann.
Ich bin im wirklich durch den Wind.
Das einzige was mir durch und durch gut tut ist das Saxophon spielen und die Veranstaltungen, die damit einher gehen. Aber jetzt sind Sommerferien und wir spielen erst wieder Mitte September. Das wird ganz schön hart.

Diese Woche habe ich frei, vielleicht hilft mir das.

Bitte nehmt mir mich zur Zeit nicht übel. Keine Ahnung was los ist, ich arbeite daran und hoffe es wird wieder.

Kuß an alle

Donnerstag, 10. Juli 2008

I'm back

Okay, I know I wanted to write in English. I hope you don't mind if I break my own rule. My English is getting worse and worse and I know that I have to practice - but not now and not here. There's too much to tell you in a very short way.

Ja, wo war ich das letzte Mal stehen geblieben? Achso, ja, ich bin ja noch in der Luft. :)

In Stuttgart wurde ich von Ferdl und Sascha abgeholt. Es war unheimlich toll die beiden zu sehen und in den Arm nehmen zu können. Dann gings im Autolein meiner Mutter zurück nach Hause. Schon die Fahrt war lustig. Die beiden hatten Bier dabei, das zwar warm war, aber mir wunderbar geschmeckt hat. Hehehe.
Zu Hause wurde dann eine kleine Grillparty veranstaltet. Meine Geschwister hatten einige ihrer Freunde eingeladen, allesamt liebe, nette, lusitge Leute und wir hatten jede Menge Spaß. Da meine Eltern nicht da waren ging das die ganze Woche so weiter :)
Und kaum war ich zu Hause musste ich auch gleich Saxophon spielen - oder besser gesagt: durfte. Sonntags hatten wir einen Auftritt bei einem kleinen Straßenfest. Zu meinem Glück hat es nach kurzer Zeit so angefnagen zu gewittern und regnen, dass wir wieder aufhören mussten. Mehr als die fünf Stückchen, die wir bisher gespielt hatten wären auch nicht drin gewesen. :)

Donnerstag kam dann das tiefe Loch. Die Freude wieder zu Hause zu sein wurde Normalität, die Trauer bekam wieder Oberhand.
Am Freitag Abend war dann auch noch ein Polterabend von zweien aus dem Musikverein, daswar schonmal eine gute Ablenkung. Einfahc mal einen Abend Spaß haben und abtanzen!

Am nächsten Tag wurde das noch gesteigert. Zusammen mit Özi, Rita, Tanja und Jo gings zu Sarah nach Saarbrücken.
Unser Reunion-Wochenende.
Es war absolut genial, hat mir unheimlich gut getan - ich glaube wir alle haben das gebraucht. Natürlich lief das Ganze nicht so reibungslos ab wie gewünscht, aber nun ja. Das wird auch noch geklärt werden!
Sonntags sind Tanja, Rita und Özi zurück nach Pforzheim gefahren, Jo ist bei Sarah geblieben und ich bin nach Ludwigshafen gefahren. Und saß mal wieder alleine und weinend im Zug. Bin ich eigentlich dramatisch? Naja, es war halt wieder ein Abschied. Das nächste Mal werden wir in dieser Besetzung erst wieder nächstes Frühjahr/Sommer zusammen sein. Und dazu das nicht so gelungene Ende...

In Ludwigshafen zu sein war wunderbar. Abgesehen von den Klausuren die ich schreiben musste! :-D
Ich habe bei Juliane und Senay gewohnt und Matthias war auch da. Das tat richtig gut! Denn für die drei war das letzte halbe Jahr auch eine Außnahmesituation, jeder hat neue Erfahrungen gemacht und ich fühlte mich einfach absolut und total verstanden. Die Klausur in der Woche lief dann auch noch ganz gut. :-)
Über das Wochenende bin ich wieder zurück nach Hause, denn meine Eltern kamen aus dem Urlaub wieder und ich wollte sie natürlich unbedingt so schnell wie möglich sehen.
Das Wochenende war sehr schön und ich bin erst montags morgens mit meinem Vater in die Pfalz und von dort aus weiter nach Ludwigshafen gefahren. Die Klausur am darauffolgendem Tag verlief überraschenderweise ganz gut. Thihihi.
Am Nachmittag bin ich dann mal wieder seit langer, langer Zeit mit Ann-Sophie nach Hause gefahren. Mensch war das schön!! Eine Stunde lang durchquatschen. Okay, normalerweise sind die Gespächsanteile gerecht verteilt. Bei dieser Fahr nicht. *gg* Ich hab Ann-So nen Kühlschrank ans Ohr gequatscht. Hehehehe.
Am Mittwoch hieß es dann Fußball gucken. Schlußendlich war ich mit Anne im Rosenrot und da waren ganz schön viele lustige Menschen, mit denen wir dann noch zum Schloßkeller gezogen sind und so richtig gefeiert haben.

Am Wochenende haben wir dann auf der Hochzeit derer gespielt, die zwei Wochen zuvor den Polterabend hatten. Einfach schön! Abends war ich mit Alex auf der Abifeier unserer ehemaligen Shcule. Bzw. wir wollten da hin. Als wir kamen war sie aber schon rum... Also sind wir noch was trinken gegangen und haben stundenlang gequatscht.
Am nächsten Tag dann in ein paar Orte weiter auf nem Fest. :-)
Abends dann wieder Finale, diesesmal mit Özi und Anne im Rosenrot - naja, die Stimmung war nicht soooo gut... Warum wohl? ;-)

Dann war ich einige Tage in Hamburg, bzw. genauergesagt in Wedel. Ich habe Filiz besucht. Und das war so genial. Unglaublich. Wir haben ein bisschen Hamburg angeschaut, vor allem haben wir aber geredet, geredet, geredet. Ab und zu waren wir auch mit Freunden von ihr unterwegs. :) Es waren 4 wunder-,wunderschöne Tage. Und am Liebsten würde ich sofort wieder hin fahren.
Dort war ich bis letzten Freitag.
Seit Samstag arbeite ich.
Was soll ich sagen? Ich stehe morgens sehr früh auf und arbeite. Wenn ich irgendwann zu Hause bin esse ich was, dusche und das wars. Um halb zehn lieg ich in der Falle und schlafe.
Aber die Bewegung tut gut, was zu tun tut gut und ich brauche das Geld.

Schweden wird immer mehr zur Erinnerung. Es ist nicht mehr präsent. Manchmal zweifel ich daran, dass ich wirklich da war. Es kommt mir vor wie ein Traum.
So ganz komme ich damit einfach noch nicht zurecht, so ganz bin ich noch nicht angekommen. Aber es wird.
Ein großes Entschuldigung an alle, bei denen ich mich lange nicht gemeldet habe. Und danke für eure Geduld.
Und Ama, danke für den tollen Brief!!! Der hat mir nicht nur ein Lächeln, sondern ein fettes Grinsen und feuchte Augen beschehrt.

Montag, 16. Juni 2008

The goodbye

From now on sometimes I will write in English. First of all because somebody complained about that I only write in German ;-) but second because I want to keep my English. And therefore I need to write, read and hear English.

I know that everybody who’s reading this blog can speak and read English. I also know that quite a few people’s English is much better than mine. So please excuse my faults. But you’re very welcome to give me advice!

I want to tell you about 'The goodbye'

One of the worst and hardest days in my whole life I guess. Probably I should hope, because if this one stays one of my worst my life won’t be that bad.

But this particular day was really, really horrible! But in the same time great. Wired.

The whole Thursday I was packing my stuff. Or better: I tried to. If you don’t want to leave packing is nearly impossible. At least for me.

In the evening few people came to our house for a little preparty sat on the terrace, drunk something and I already had to say goodbye to a few. Around 11.30 pm we went to the city centre to a pub where karaoke was. It was great! Good mood in the whole pub and then Damien (Belgium), Maarten, Jorrit (both from Netherlands) and Filiz (Germany) sung ‘Here without you’. Everybody in the pub sung. So did I – when I was able to. Sometimes my voice failed because I was crying from the first note to the last of this song. But the whole karaoke was great. After it another room of this pub became a club and we stayed there until 3 am and had a very good last party. Probably one of the best of the whole semester. Everybody was in a good mood, noboday was too drunk, nobody too sad. All of us wanted to enjoy this last night as much as possible.

Around 3.30 am we arrived in Strandparken and invited everybody who was still awake to a after- and farewell-party. Filiz was cooking pasta for everybody and we sat in the kitchen and enjoyed the last hours together. At the same time I packed my last things and prepared myself for the journey. These last hours were great but very sad. I weep easily and saying goodbye is very hard for me so it wasn’t an easy night. Because I didn’t want to cry the whole time.

Then the first left. It was sooooo difficult!

Two nice and crazy guys who had stayed in our house until 6 am took their mattresses out beside the street with a big poster next to them on which was written: ‘Wake us up when you’re leaving’. :-D

On Friday left quite a lot people. But I was the first early in the morning. Still a few for me important persons came to say goodbye.

Unfortunately somebody was missing the whole time.

Damian and Filiz took me to the bus station. Fortunately I was so tired that I fell asleep in the bus. Otherwise I would have cried two hours.

In Gothenburg I missed my bus to the airport. With the next bus I would have had no chance to catch my flight. I had a panic attack. I stood in the hall of the train station and was shivering, couldn’t breathe and think.

The only thing I knew was that Rosi was in town at the same time. So I called her. Ironically the day I left Sweden was the Swedish National Day. So whole Gothenburg was crowded and Even with Rosi I wouldn’t have been in time for the plane.

But I needed to hear someone on the phone who I like. That calmed my down.

In the end I took a cab to the airport and it was really a nice way to go there. My driver was very nice and funny as well so it was quite okay. Naturally it was much more expensive than by bus. Additionally my luggage was too heavy so I had to pay again.

When I finally reached the gate I was exhausted and knackered. I called Filiz and told her everything while I was crying. All the people around must have thought who knows what happened.

The plane started and left the airport and I aboard left Sweden


Unexpectedly my mood changed when the plane started its final descent. Suddenly I felt very good and I was glad to be on the way back home.

And it was great to arrive and be back!!!

Donnerstag, 5. Juni 2008

Es ist vorbei.

Meine Wände sind kahl, Schrank und Kommode ausgeräumt, Reisetasche voll. Es ist vorbei. Einfach so. Viel zu schnell.
Ich freue mich auf zu Hause und auf Deutschland, auf die Menschen, die ich im Januar zurück gelassen habe.
Aber - ABER - ABERABERABER ich werde einige Menschen ganz schrecklich vermissen, andere ein bisschen. Ich werde das entspannte exchange-students-leben vermissen. Die Partiers, das Kaffe trinken, zusammen auf einer Terasse abhängen, internationale politische Diskussionen. Die Vorstellung, dass ich im Supermarkt alles verstehe was um mich herum abläuft ist unglaublich erschreckend. Ich muss bestimmt wieder neu lernen zu filtern.
Die letzten Abende haben sich die, die noch da sind immer in einem Haus getroffen. Das wurden dann oft 'Funural'-Parties auf denen über kurz oder lang mindestens eine Person gweint hat. Jeden Tag geht irgendjemand, also wird an jedem Abend jemand verabschiedet. Und das ist schrecklich. Noch viel schrecklicher ist, dass es jetzt einfach vorbei ist. Viel zu schnell.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Morgens am Strand

Susi und Christian sind heute morgen kurz nach 4 Uhr losgefahren.
Daher haben wir gestern Abend nochmal alle eingeladen vorbei zu kommen um sich zu verabschieden. Damit die zwei wenigstens ein bisschen schlafen können sind wir dann alle in den Studentspub. Das geht immer nur bis um 2, also saßen wir noch in anderen Häusern mit anderen Leuten rum um die Zeit bis halb 4 tot zu schlagen. Zwischendurch wurden wir von Mauro bekocht, es hatte also auch was Gutes. :-)
Um halb 4 dann sind wir eben zu uns ins Haus. Dann ging alles ziemlich schnell. Die restlichen Taschen noch in die Autos, viele Umarmungen und Tränen und dann waren sie schon weg.
Das Abschiedskommando bestand aus: Bine, Rosi, Okan, Damien (Belgier, wohnt gegenüber) und mir.
Wir standen dann noch eeeewig auf der Straße rum und haben geredet. Es wurde immer heller dabei, immer mehr Vögel haben angefangen zu zwitschern.

Mir war klar, dass ich noch nicht schlafen kann. Die anderen sind ins Bett und ich bin an den Strand. Rosi kam noch mit. Eigentlich wollten wir nur kurz da hin. Naja, es wurden dann zwei Stunden. Das erste Mal, dass ich bei Sonnenaufgang am Strand war. Hier bei uns geht die Sonne zwar nicht im Meer auf, sondern hinter den Dünen, aber es war trotzdem genial!

Um kurz vor halb acht war ich dann schlußendlich im Bett.

Abschied I

Susi und Christian sind heute morgen gefahren.
Gestern Abend waren nochmal viele Leute da um sich zu verabschieden.

Die zwei werden mir fehlen!

Die zwei Süßen ganz gesittet:
















Für jeden Spaß zu haben!
















Ich hoffe ihr seid gut zu Hause angekommen!! Bis bald!

Dienstag, 13. Mai 2008

Es kommt eine Nachricht geflogen...

Also, da ich meine liebe Familie selten irgendwo online treffe muss ich mal hier was schreiben was ich seit Wochen ausrichten sollte.

@ Mama: Vibeke hat dir das Haus ewig reserviert. Du sollst ne Woche bevor ihr kommt anrufen und Bescheid sagen. Außerdem fragt sie warum ihr mit dem Auto fahrt. Ihr sollt besser fliegen, ist angenehmer meinte sie. :-) Zuuuudem, hab ich sie das gleich am ersten Abend gefragt, ich vergess sowas nämlich nicht. ;-)
Und Brynjolv und Ingyn sind Ende Juni/Anfang Juli da. Sie würden dich sehr gerne sehen. Du sollst dir mal nen Tag frei nehmen und dich zu ihnen gesellen. *gg*

@ Jonny: das klappt so alles leider nicht. Am Tag nachdem Luis und Vibeke sich entschlossen hatten dich anzurufen hat sich Luisito gemeldet um im Sommer zu arbeiten. Aber Luis hat gesagt, du solltst ihn trotzdem auf jeden, jeden Fall anrufen!! :-) Er hat mir des öfteren ganz begeister von der Zeit erzählt, als ihr bei ihnen wart.


Gestern war das Wetter schlecht, also kalt und bedeckt. Aber dank Wettervorhersagen war uns das schon vorher klar. Leider scheint der Sommer hier fürs erste Mal wieder vorbei zu sein. Heute Morgen sieht es aber wieder genial aus. Strahelnd blauer Himmel und kein Wölkchen.
Filiz hat gerade Besuch von ihrer Schwester und einer Freundin und von denen werden Bine und ich jetzt nochmal zu dem Wasserfall mitgenommen. Jetzt wo alles grün ist und bei Sonnenschein ist das sicherlich nochmal toller als im Februar.
We'll see.

Montag, 12. Mai 2008

Schicksal

Ich habe einen kleinen Test gemacht, in dem es um die Frage ging welches Instrument mich am ehesten wiederspiegelt.

Das Ergebnis:

Saxophone

Well you aren't always perceived as the brightest of the bunch, but you are usually considered the coolest. Associated with sexuality more often than not, this can be both good and bad. It is easy to let this go to your head and become pompus. You tend to be outspoken, and very honest. You like partying and having a good time, but you also know when it's time to focus, and really work hard. You are generally the happy medium between work and play.

Noch ein schönes Zitat:

“The sound of saxophone - which composes a large family of seven different in length saxophones, vibrates among the sounds of brass and wind instruments.
Furthermore, its sound reminds of the string instruments' sound, though it is much louder.
To my opinion, its greatest quality consists of the diversiform beauty of its sound-color, which is sometimes imposing and peaceful and sometimes full of passion, dreamy or melancholic, obscure like the waves of sound, like the wind running through the trees of the forest, or even better, like the mysterious vibrations of a pendulum pulsing in the atmosphere long after its first stroke.
No other musical instrument in the world, from the ones I am aware of, has such an appealing sound-color to vanish into the absolute silence.”

Hector Berlioz
21th April 1849, “Les Journal des Débats"

Freitag, 9. Mai 2008

Sommer, Sonne, Sonnenschein...

In Schweden ists immer kalt?? Das ich nicht lache! Wir haben den genialsten Sommer hier, den man sich vorstellen kann! Es ist wirklich gigantisch.
Auch sonst wird es nur noch toller zur Zeit. Das liegt wohl an der allgemeinen 'Endzeitstimmung'. Die ersten verlassen uns schon nächste Woche. Das ist ein bisschen heftig.

Kurze Statements:
  • Filiz verbringt die meiste Zeit hier bei uns in Strandparken.
  • Bea und Daniela sind zur Zeit auf Besuch bei Bine.
  • Daher habe ich mit Bine Zimmer getauscht, damit die drei in einem Zimmer schlafen können. Ist mal ne andere Erfahrung in nem kleinen Zimmer. Aber ich finde ein großes schon besser.
  • Gestern waren wir mit unserem Landlord Kanu fahren. Hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wir sind den Nissan eine Stunde lang hochgefahren. Haben dort lustige Spiele gemacht. Dartpfeile werfen. Mit nem Blasrohr schießen. Mit nem Luftgewehr schießen und noch andere tolle Dinge. Wer hat verloren? Klaro, meine Gruppe. :-D Dann gegrillt und eine Stunde in die andere Richtung zurück gefahren.
  • Dienstag waren Bine, Bea, Daniela und ich in Kopenhagen. Eine richtig süße Stadt. Kommt von der Schönheit aber nicht an Stockholm ran.
  • Mittwoch haben Rosi, Filiz, Bine und ich eine große Party geschmissen. 40 Leute, draußen vor unserem Haus verstreut. Mit selbstgemachter Sangria (spanisches Rezept, und alle, v.a. die Spanier waren hin und weg davon), Wodka-Wackelpudding und Dosenstechen. Das hatte ich vorher auch noch nie gemacht. Man lernt nie aus. :-D Die Party war der volle Erfolg. Alle waren absolut begeistert.
  • Heute gibts frischen Fisch vom Fischstand in Halmstad.
So weit, so gut. Mir geht es blendend. Ich denke, das merkt man. :-D

Viele Grüße an alle in aller Welt!!

Sonntag, 4. Mai 2008

Mein Wochenende im Norden

Mein absoluter Traum als ich mich nach Schweden aufgemacht habe war meine Familie in Norwegen zu sehen. In den ersten Monaten war allerdings so viel los und wir waren so viel unterwegs, dass ich die Hoffnung darauf schon aufgegeben hatte.

Dann aber kam der berühmte Brief meiner Oma, der das ganze ändern sollte.

Zuerst einmal die auftretenden Personen:

  • meine Oma – spricht deutsch und englisch
  • Onkel Brynjolv, Onkel meiner Mutter, mein Großonkel, der Mann der Schwester meiner Oma, die leider schon verstorben ist – spricht norwegisch und deutsch
  • Adny, die älteste Cousine meiner Mutter – spricht norwegisch, deutsch und bestimmt auch englisch
  • Per Kristian, Audnys Mann – spricht norwegisch, deutsch und englisch
  • Pablo (15), Sohn von Audny und Per Kristian, der Konfirmand – spricht norwegisch und englisch und lernt gerade spanisch
  • Gabriel (9), zweitältester Sohn von Audny und Per Kristian
  • Maria (8), Tochter von Audny und Per Kristian
  • Vibeke, Cousine meiner Mutter, lebt in Spanien - spricht norwegisch, deutsch, spanisch und englisch
  • Luis, Vibekes Mann, Spanier - spricht spanisch, deutsch und norwegisch
  • Ingyn, Cousine meinter Mutter - spricht norwegisch, deutsch und bestimmt auch englisch
  • Kolbjörn, Ingyns Mann – spricht norwegisch und bestimmt englisch
  • Brynjolv (der jüngere J ), Cousin meiner Mutter – spricht norwegisch, englisch und deutsch
  • Nina, Brynjolvs Frau – spricht norwegisch, deutsch, englisch und spanisch
  • Cecilie (22), Brynjolvs Tochter – spricht norwegisch und englisch
  • Aurora (13), Brynjolvs und Ninas Tochter – spricht norwegisch, englisch und lernt gerade spanisch
  • Emelie (11?), Brynjolvs und Ninas jüngere Tochter
  • Øyvor, Schwester von Onkel Brynjolv – spricht norwegisch und englisch
  • Svein, Øyvors Mann – spricht norwegisch, englisch und deutsch
  • Elbjörk, Onkel Brynjolvs und Øyvors Schwester
  • Astrid, Schwester von Per Kristian

und noch so einige andere mehr, aber die bekomm ich nimmer zusammen.
(ich hoffe, ich habe keine Namen falsch geschrieben, oder falsche Angaben gemacht. Wenn doch, bitte ich hiermit schon mal um Verzeihung. :-))

Wie ich schon geschrieben hatte, wurde ich um kurz vor zwölf Donnerstag Nacht von Rosi abgeholt und zum Bus gebracht. Komfortabel ist was andere! Aber gut, ich bin ja noch jung und halte so was aus… Musste ich mir zumindest anhören. War aber schon erträglich. Freitag Morgen um 6 Uhr kam ich dann in Oslo an. Ich hatte keine Lust in aller Herrgottsfrüh’ in Oslo rumzulaufen (viel zu viele komische Gestalten auch tagsüber) also hab ichs mir erste zwei Stunden am Busbahnhof gemütlich gemacht – soweit das eben geht – mein Buch gelesen und Leute beobachtet. Was morgens für Leute an einem Busbahnhof auftauchen. Sehr zu empfehlen sich das mal anzuschauen.

Irgendwann war mir das dann auch zu langweilig also habe ich den Bus zum Flughafen genommen um mir da mal die Menschen anzuschauen. Wirklich eine Freude so was! :-D

Dort hatte ich immer noch jede Menge Zeit über.

Meine Oma sollte erst ca. eine Stunde vor Abflug unseres Flugzeugs nach Tromsø ankommen. Es war von Anfang an klar, dass es knapp werden würde, denn der Flughafen in Oslo ist nicht für seine Schnelligkeit bekannt und sie musste ihren Koffer holen und neu durch den Zoll.

Wir hatten ausgemacht wir treffen uns spätestens im Flugzeug. Also bin ich auf als eine der letzten schlussendlich ohne sie eingestiegen. Aber ich hoffte immer noch sie würde es gerade so schaffen.

Hat sie leider nicht. Aber als ich sie versucht habe zu erreichen war ihr Handy noch aus und als sie versuchte mich zu erreichen hatte ich meines schon ausgeschaltet. Also saß ich im Flugzeug und hatte anfangs kein allzu gutes Gefühl. Aber ich wusste ja, dass sie jemand ist, der das auf jeden Fall geregelt bekommt. Ich war auch so müde, dass ich die meiste Zeit im Flugzeug geschlafen habe, nur zwischendurch habe ich ein bisschen die Landschaft unter mir bewundert.

In Tromsø angekommen wurde ich von Vibeke, Audny und Luis abgeholt. Die konnten mir dann auch berichten, dass das Flugzeug aus Frankfurt Verspätung hatte und meine Oma auf den nächsten Flug, knappe 2 Stunden später umgebucht wurde.

Wir sind dann zu Audny und Per Kristian nach Hause gefahren, wo die meisten der Besucher übernachten sollten. Das Haus von ihnen ist so groß, dass da außer den fünf normalen Bewohnern noch 6 weitere übernachten haben, Vibeke und Luis, Ingyn und Kolbjörn, meine Oma und ich. Für uns beide hat Gabriel extra sein Zimmer geräumt! Das war unheimlich nett von ihm!

Es war unglaublich toll dort anzukommen. Vibeke und Luis hatte ich in den letzten Jahren ab und zu gesehen, eben immer wenn ich in Spanien im Urlaub war. Aber alle anderen eher selten. Aber es war wirklich wie nach Hause kommen. So wie man sich das bei ‚Familie’ vorstellt. Alle sind unheimlich nett, offen, entspannt und tolerant. Wirklich toll!

Zum Abendessen am Freitag gab es gekochten Heilbutt (so einen aromatischen Heilbutt habe ich, glaube ich, noch nie zuvor gegessen!!!) mit Pellkartoffeln, Gurkensalat und einer leckeren selbstgemachten Remoulade. *leckerlecker* Im Laufe des Abends trudelten immer mehr Leute ein. Einfach toll!

Aber der Abend ging für mich nicht lange. Da war ich zu geschafft von der Anreise. Also sind wir um 11 Uhr ins Bett. Und es war noch hell! Das war mit das beeindruckendste. Die Mitternachtssonne hat zwar noch nicht angefangen, aber es wird nur zwischen 11 und 2 Uhr etwas dämmerig. Das wars dann schon. Sehr abgefahren!

Am Samstag sind dann Audny und Per Kristian mit Pablo und Maria, Brynjolv mit den zwei Mädels, Øyvor und Svein, Onkel Brynjolv, Ama und ich mit der Gondel auf einen Berg in Tromsø hochgefahren (ich habe leider vergessen wie der heißt… *schäm*). Wir hatten so Glück mit dem Wetter die ganze Zeit!! Es war zwar nicht warm, so ca. 5 Grad, aber sonnig und da lag noch sooo viel Schneee!!! Unglaublich. Der Ausblick von dort oben über Tromsø und die Umgebung war atemberaubend!

Danach sind Onkel Brynjolv, Ama, Øyvor und Svein mit mir noch kru in die Stadt. Ich wollte Pablo eine CD kaufen und wir haben noch einen kleinen Spaziergang durch Tromsø gemacht. Die Stadt ist wirklich süß! Aber Mama, Papa, ich glaube sie sieht seeeehr anders aus als damals, als ihr dort ward. Mir wurde die ganze Zeit erzählt, dass das alles neu ist. Oder zumindest so ungefähr. :-)

In der Zwischenzeit hatte Brynjolv (Albert) schon gekocht. Es gab Lachs. Der Hammer! Mir läuft noch bei der Erinnerung daran das Wasser im Munde zusammen! Der Fisch dort oben in Nordnorwegen ist aber auch sooo gut, das ist unglaublich! Beim Essen waren wir so knappe 20 Leute. Wie am Abend zuvor wurden die Gespräche am Tisch querbeet in norwegisch, deutsch, englisch und spanisch geführt. Echt der Knaller! :-D

Zu späterer Stunde haben wir noch mit Nina, Vibeke und Luis, Ingyn und Kolbjörn einen Spaziergang gemacht.

Danach saßen alle noch gemütlich zu Hause an der langen Tafel und im Wohnzimmer herum. Ich bin irgendwann mit Astrid ins Gespräch gekommen. Ihr englisch war soo unglaublich gut, dass ich mir echt schon Gedanken über meine Kenntnisse gemacht hatte. Aber es hat sich dann herausgestellt, dass sie Englisch studiert hat und zeitweise in England und in Irland studiert, gelebt und gearbeitet hatte. Da war ich dann doch etwas beruhigt! ;-)

Am Sonntag war dann der große Tag. Die Gottesdienstzeiten in Norwegen sind wirklich nett! Wir waren erst um 1 Uhr mittags dran. Heheheh. In der Kirche haben wir drei Reihen belegt. Und wir saßen wirklich gequetscht wie die Hühner auf der Stange und trotzdem haben nicht alle hingepasst. *gg* Das Prozedere war genau das Gleiche wie auch in Deutschland. Der Gottesdienst war sehr schön und es war spannend die Gebete mal auf norwegisch zu hören. Einige der Lieder kannte ich und auch die anderen habe ich einfach mitgesungen. Denn Elbjörk, neben der ich saß, singt unheimlich cshön und daher war es sehr einfach den Liedern zu folgen. Ich muss ehrlich zugeben mein persönliches Highlight in der Kirche war, dass keine Trompete, Posaune oder sont was gespielt hat, sondern ein Saxophon!!! Am Abend zuvor war ja in Mühlhausen Frühjahrskonzert. Das war schon komisch da nicht dabei zu sein. Und zudem habe ich vor einigen Wochen angefangen das Spielen zu vermissen und das wird von Tag zu Tag stärker. Daher hat mir das sooo gut getan…

Das faszinierend andere im Gegensatz zu Deutschland war, dass in Norwegen vor allem Frauen an solch hohen Feiertagen Trachten tragen. Diese sind zeitlos schön und einfach stilvoll. Manche Männer tragen das auch, und Brynjolv hat mir erzählt, dass wenn man im Berufsleben täglich einen Anzug trägt ist es sehr angenehm wenn dann bei solchen Feierlichkeiten nichts anziehen muss, was mit der Arbeit verbunden ist.

Nach der Konfirmation ging es in ein Hotel, wo gefeiert wurde. Der Nachmittag dort war einfach schön. Es gabe gutes Essen, lustige Spiele, tolle Unterhaltungen.

Am Abend hat dann das Abschiednehmen schon angefangen. Nina und Brynjolv sind mit ihren Mädels und zusammen mit Ingyn und Kolbjörn schon am Abend nach Bodø geflogen, genau wie Øyvor und Svein nach Oslo.

Der Abend klang dann noch gemütlich bei Audny und Per Kristian aus. Da wir schon um kurz vor sechs das Haus verlassen mussten sind wir dann auch nicht all zu spät ins Bett gewandert.

Es war ein unglaublich tolles Wochenende mit schönen Begegnungen, tollen Gesprächen und einfach rundum gut!! Ich werde mich sicherlich nicht sehr lange daran erinnern und bei dieser Erinnerung wird mir einfach richtig warm ums Herz. Das hört sich jett zwar wirklich dramatisch und schwülstig an, aber trifft es einfach. J

Achso, meine Kamera hat leider einen Knall, daher sind meine Bilder nichts geworden. Ich werde mal versuchen möglichst viele zu organisieren und dann auch hier zu posten.

Der Rückweg nach Halmstad war dann sehr angenehm und ich war auch noch zwei Stunden in Oslo spazieren. Und je öfter und je länger ich in Oslo bin bzw. war desto besser gefällt es mir. Oslo ist schon…mhm… ‚speziell’!

Ja, ich weiß, mein Oslobericht und –bilder fehlen noch. Kommt bestimmt noch irgendwann.-)

Das wirklich tolle wieder hier in Schweden zu sein ist (neben den ganzen lieben Menschen um mich herum) ist das Wetter. Mit Ausnahme des 1.Mais – da hat es Bindfäden geregnet – ist es Sommer hier. Wirklich toll! Wir sitzen fast jeden Tag mit unseren Laptops draußen, das Beachvolleyballfeld ist in ständiger Benutzung und es kriechen Menschen aus ihren Zimmern, die ich noch nie zuvor gesehen habe… faszinierend!!! ;-)